immobilien-katalog-direkt.jpg

Welche Häuser dürfen sich Energiesparhaus nennen ?

Ein Energiesparhaus benötigt gegenüber vergleichbaren anderen weniger Energie zum Heizend Warmwasserbereitung. Alle nach 2002 gebauten Häuser dürfen sich getrost als Energiesparhäuser bezeichnen, denn die neuen Bauvorschriften schreiben dies als gesetzlicher Mindeststandard vor. Wie hoch diese Energieeinsparung nun letztendlich sein sollte, steht in Zahlen nicht so genau fest.

Der Heizölverbrauch im Jahr und pro Quadratmetern

Der Heizölverbrauch sollte im Jahr und pro Quadratmeter so um die sieben Liter liegen. Immer mehr Hausbesitzer bemühen sich diesen geforderten Standard zu übertreffen, nicht zuletzt schon wegen der ständig steigenden Heizkosten. Die zur Neige gehenden „herkömmlichen“ Energiequellen, sprich Erdöl und Erdgas und der stetige globale Klimawechsel bewegen mehr Menschen zum Umstieg auf erneuerbare und umweltfreundliche Energien, sprich Wind und Sonne. War Ihnen bekannt, dass mit der Sonnenenergie, die an einem einzigen Tag die Erde erreicht, der Energiebedarf der gesamten Menschheit 180 Jahre lang gedeckt werden kann? Die meisten Menschen suchen heute nach einem gesunden Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichem Wachstum und ökologischer Rückwirkung. Das Energiesparhaus ist nicht nur ein energieeffizientes Haus, sondern es ist gleichzeitig auch äußerst umweltfreundlich. Eine Energieersparnis geht bekanntlich Hand in Hand mit einer Kostenersparnis. Damit spart man sich das lästige zurückzahlen der Kredite an die Bank. Dank der neuesten Energietechnik steht Energieersparnis heute auch für eine saubere Umwelt.

Der Energieverbrauch

Laut einer Studie des Weltenergierates hat sich ergeben, dass sich der weltweite Energieverbrauch seit 1970 bis heute beinahe verdoppelt hat. 40% aller Endenergie wird immer noch in Gebäuden verbraucht, doch mit den heute zur Verfügung stehenden Energietechnik kann von diesem Verbrauch noch einmal so um die 70% eingespart werden. Das ideale Energiesparhaus besitzt eine gute Wärmedämmung und verfügt über eine ausgezeichnete Lüftungstechnik. Es benutzt zum Teil herkömmliche, fossile Energie und rundet den restlichen Energiebedarf mit erneuerbarer Energie ab. Eine Solaranlage ist leicht zu installieren und kann zur Heizungsunterstützung und/oder zur Warmwasserbereitung genutzt werden. Natürlich soll die Entwicklung hier nicht stoppen und der nächste Schritt wird in Richtung des so genannten „Plus-Energie Hauses“ genommen.

Das Plus-Energie-Haus

Ein Plus-Energie-Haus wird dann mehr Energie erzeugen, als es selbst verbraucht. Die überschüssige Energie könnte dann unter anderem zum Auftanken von Elektroautos dienen. Bei korrektem Einsatz von Solarenergie kann der Hauseigentümer selbst im Winter bis zu 60% der zur Warmwassererzeugung notwendigen Energie abdecken. Die Bauwirtschaft orientiert sich neu: Die Zukunft liegt im energieeffizienten und solaren Bauen und Sanieren. Das für Viele noch recht futuristisch klingende „Plus-Energie-Konzept“ wurde mittlerweile schon von einigen Fertighausherstellern in die Tat umgesetzt. Selbst Altbauten können sich an Hand von Modernisierungen in Energiesparhäuser verwandeln. Dabei sollte aber zuerst festgestellt werden wo genau und wie viel Energie das Haus verliert, um dann mit gezielten Eingriffen dem Energieverlust Abhilfe geschaffen werden kann. Gute Tipps in dieser Richtung kann sich der Hausbesitzer im Ratgeber „Gebäude modernisieren-Energie sparen“ bei der Verbraucherzentralen Baden-Württemberg in Stuttgart holen. Leider geht der Durchschnittsbürger oft schon im Begriffsdschungel verloren. Energiesparende Häuser werden unter verschiedenen Bezeichnungen angeboten.

Im Groben bedeutet dies etwa:

Drei-Liter-Haus, Passivhaus oder Plusenergiehaus sind doch immer noch wahre Böhmische Dörfer. Ein Drei-Liter-Haus verbraucht nur so viel Primärenergie pro Quadratmeter und Jahr, wie in drei Litern Heizöl enthalten sind. Ein Passivhaus besitzt kein aktives Heiz- und Klimatisierungssystem besitzt und deshalb fast 90% weniger Energie verbraucht als ein normales Gebäude. Das Plusenergiehaus ist wie bereits erwähnt ein Gebäude, das mehr Energie erzeugt, als es verbraucht. Wichtig auf alle Fälle, dass der Hausbesitzer oder Bauherr sich stets eingehend von Fachleuten beraten lässt. Leider gibt es auf dem Markt viele Energiesparhäuser und so genannte Energiefachleute, die eigentlich nichts von beiden sind. Um sich in dieser Hinsicht zu schützen sollte man vorsorglich mehr als einen „Fachmann“ zu Rate ziehen und auch während des Baus ab und an von anderen Experten inspizieren lassen. Eines steht jedoch fest, wer ein Energiehaus baut, der baut auf eine erhebliche Geldeinsparung und aktiven Umweltschutz.